Freitag, Dezember 15, 2017
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Arbeitnehmer

Das Beratungsspektrum für Arbeitnehmer umfasst vielfältige Bereiche.

Steueroptimierte Abfindungszahlungen

Jeder Arbeitnehmer der eine Abfindung erhält, möchte gerne dass von der Abfindung möglichst viel auf dem eigenem Bankkonto landet, anstatt beim Finanzamt. Bevor mit dem Arbeitgeber ein Auszahlungstermin für die Abfindung vereinbart wird, sollte unbedingt ein Beratungstermin vereinbart werden.

Arbeiternehmerentsendung

In den 90er - Jahren war das internationale Steuerrecht ein Exotenthema, womit sich nur die großen Steuerberatungsgesellschaften befasst haben. Im Zuge der Internationalisierung kommen die Fälle der Arbeitnehmerentsendung immer häufiger vor. Folgendes Beispiel soll die steuerlichen Probleme darstellen. Der Arbeitnehmer Peter Entsender arbeitet in einer Maschinenbaufirma im Rhein-Main-Gebiet und wird ab 01. Oktober des laufenden Jahres bis zum 31. Dezember des Folgejahres nach Malaysia zu der Betriebsstätte des Hauptbetriebs entsendet. Dort soll er die Arbeitnehmer schulen für den Bau einer neuen Maschine. Seinen Wohnsitz behält er während der ganzen Zeit in Deutschland aufrecht. Es stellen sich u.a. folgende Fragen: Muss Peter Entsender im lfd. Jahr eine Steuererklärung in Deutschland und Malaysia abgeben ? Wann greift die Rückfallklausel (Subject-to-tax-Klausel) gem. § 50d EStG ? Welche steuerliche Auswirkung hat der Arbeitslohn aus Malaysia, wenn die Wohnung im Inland für die Zeit der Entsendung vermietet wird und die Wohnung schuldenfrei ist ? In welchem Land sind Urlaubs- / Weihnachtsgeld und Erfolgsprämien zu versteuern ?

Betriebliche Altersversorgung

Die betriebliche Altersversorgung gewinnt immer mehr an Bedeutung, da die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr den wohlverdienten Ruhestand komplett absichert. Interessante steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich auch in Verbindung mit der o.g. steueroptimierten Abfindung.

Elterngeld

Durch geschickte Wahl der Steuerklasse können Eltern ein höheres Elterngeld beziehen. Dies ist möglich, weil sich die Höhe des Elterngeldes aus dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate berechnet. Etwas überraschend hat das Bundessozialgericht in seinem Urteil vom 25. Juni 2009 - B 10 EG 4/08 R keinen Missbrauch im Wechsel der Lohnsteuerklasse gesehensondern sieht dies als "eine zulässige Gestaltungsmöglichkeit"an, um ein höheres Nettoeinkommen und damit auch ein höheres Elterngeld zu beziehen. Das Urteil überrascht deshalb, weil in anderen Urteilen zu Lohnersatzleistungen und Steuerklassenwahl ein Missbrauch angenommen wurde. So zum Beispiel beim Mutterschaftsgeld. Der Elternteil, der das Kind nach der Geburt betreut, wechselt bei anstehendem Kinderwunsch rechtzeitig in eine günstigere Steuerklasse. Die zunächst eventuell höheren Steuerabzüge vom Gehalt werden mit der Abgabe der Jahressteuererklärung durch eine höhere Erstattung wieder ausgeglichen. Zuviel bezahlte Lohnsteuer wird so wieder erstattet. Also: Je höher das Nettogehalt in den letzten 12 Monaten vor der Geburt eines Kindes ist, desto höher ist der Anspruch auf Elterngeld. Wird also ein Kind erwartet, sollte der Elternteil, der das Kind nach der Geburt betreut, so früh wie möglich die Steuerklasse III wählen. Ein Wechsel der Steuerklasse ist problemlos auch mitten im Jahr möglich. Durch den Bezug von höherem Elterngeld kann der steuerliche Nachteil des Progressionsvorbehaltes ausgeglichen werden. Trotzdem sollte ein solcher Wechsel gut überlegt werden, weil derjenige mit der Steuerklasse V weniger Anspruch auf eventuelles Kranken- oder Arbeitslosengeld hat. Denn auch für diese Lohnersatzleistungen ist der Nettolohn maßgebend. Link zum Faktorverfahren ab 2010 (externer Link)